Was ist Project Life?

Vor ein paar Tagen habe ich auf Facebook Ausschnitte meines Project Life Albums gezeigt und wurde dann auf Facebook viel gefragt was das denn ist und wie ich das mache. Ich möchte euch heute eine kleine Zusammenfassung zum Thema geben.

Was versteht man unter dem Begriff Project Life?
Project Life ist eine besondere Form des scrapbookings, also zum erstellen von Fotoalben gedacht. Ziel eines solchen Albums ist es eigentlich ein Album über ein Jahr anzulegen. Das Bedeutet das in jeder Woche eine Doppelseite gestaltet wird.
Am Ende hat man ein Fotoalbum / Tagebuch der besonderen Art.


Woher kommt Project Life?

Wie so vieles aus dem Bereich Scrapbooking kommt auch diese Version aus den USA. Begründerin hier ist Becky Higgins. Unter ihrem Namen werden die Sachen auch vertrieben.

Was brauche ich für mein Album?

  • Zu aller erst brauchst du natürlich ein Fotoalbum. Die gibt es in sämtlichen Farben und Ausführungen da musst du einfach mal schauen was dir gefällt (oder einfach selber gestalten). Die gängigen Größen sind 12x12inch, 8x8inch oder 6x6inch.

    In unserem Haushalt gibt es im Moment vier Alben (Mutti, Bruder und zwei für mich), das was ihr auf den Fotos sehen könnt ist mein erstes Album und stammt direkt aus der American Crafts – Project Life Serie. Ich habe mich für ein 12x12inch Album mit 3 D-Ringen aus der „Kiwi-Edition“ entschieden.

  • Als nächstes dann die Page Protectors zu deutsch: Klarsichthüllen. Wie ihr euch bestimmt denken könnt keine ganz normalen. Diese Folien gibt es wirklich in 1000 verschiedenen Sorten und auch von verschiedenen Herstellern. Ich habe bisher immer die vom Original American Crafts oder die von We R Memoryceepers entschieden.
    Das interessante an diesen Hüllen ist das sie vorgestanzt sind. Und zwar auf die Größen 4x6inch (Fotogröße) und 4x3inch. Vereinzelt gibt es auch Folien mit anderen Größen oder solche in denen man gleich eine ganze Seite auf die altmodische Art gestalten kann.
    Da ich am Anfang nicht genau wusste was ich nehmen soll habe ich mich erstmal für ein Multi-Pack entschieden, welches viele verschiedene Arten enthält. Inzwischen weiß ich welche Folien ich bevorzuge und kaufe diese dann auch gesondert nach.
    Bitte achtet darauf das eure Folien zum Album passen, also das sie auch so viele Löcher an der Seite haben wie euer Album Ringe.
  • Journaling Cards, immer diese englischen Begriffe was? Eigentlich ganz einfach erklärt bei Journaling Cards handet es sich um Karten in den Größen 4x6inch und 4x3inch (halt dieselben wie bei den Folien). Die Karten sind bedruckt mit Mustern, schönen Zitaten und Sprüchen oder mit Linien zum selber beschriften. Es gibt sie in Sets zu kaufen, wobei ich da ehrlich sein muss, die originalen sind schweine teuer.
    Das größte Set nennt sich Core Kit und besteht aus 616 farblich aufeinander abgestimmten Karten mit knappen 33€ ist es aber auch nicht ohne für den Geldbeutel. Ich besitze zwei Core Kits (einmal die „Aqua Edition“ und einmal die „Kiwi Edition“) allerdings hatte ich auch von Anfang an vor 3-4 Alben zu erstellen und dafür reichen diese 1200 Karten mehr als locker.
    Außerdem gibt es die Mini-Kits mit jeweils 100 Karten meist zu bestimmten Themen (ich besitze Jahreszeiten, 4th July und Love) für etwa 15€ pro Kit.



    Natürlich lassen sich diese Journaling Cards auch sehr gut selber herstellen, aus tollem Papier z.B. oder mit Zeichnungen. Wer selber nicht so talentiert ist kann auch einfach mal Project Life Cards googlen. Es gibt massenhaft Vorlagen für wirklich hübsche Karten im Internet. Ich habe mir diese dann einfach auf etwas festeren Druckerpapier ausgedruckt und ausgeschnitten – fertig. Es muss also nicht ganz so stark in den Geldbeutel gehen.

  • Als letzte „Zutat“ braucht ihr natürlich eure Fotos. Ich habe meine bei Rossmann drucken lassen, das war für mich am einfachsten und günstigsten. Aber es gibt auch massenhaft Seiten im Netz auf denen man Fotos drucken lassen kann.
    Achtet aber darauf das ihr die richtige Größe habt. Meine alten Kinderfotos sind damals zu klein entwickelt worden, sodass ich nun alle noch einmal auf weißen Karton aufgeklebt habe damit sie gut ins Album passen. 
Wie funktioniert denn nun diese Technik?
Nichts einfacher als das! Du schnappst dir dein Album und heftest deine Folien ein. Dann steckst du deine Fotos in die Fächer und sortierst die Journaling Cards drumherum. Dazu kannst du jetzt noch etwas schreiben oder du lässt einfach die Bilder sprechen.

Und schon bist du fertig!!! Einfacher geht es wirklich nicht. 

Wie ihr bestimmt erahnen konntet habe ich bei dem Album was ich euch heute gezeigt habe nicht die „eine Doppelseite für eine Woche“ Technik angewendet. Das liegt einfach daran das meine Wochen meist gleich aussehen und ich somit nicht sonderlich viel zu schreiben hätte. Stattdessen habe ich mein erstes Album zum Erinnerungsalbum deklariert. Es enthält Fotos von meiner Kindheit und Jugend.
Das nächste Album was ich beginnen werde wird allerdings 52 Wochen enthalten. 
Natürlich kann ich hier nur über meine persönlichen Erfahrungen schreiben, genauso muss ich zugeben das ich vor dem bestellen sehr wenig gegoogelt habe und alles bei einem Anbieter bestellt habe. Gut möglich das es die Materialien an anderer Stelle um einiges günstiger zu erwerben gibt.

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